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Bridges Spreepark

Iván Argote

Iván Argote hat für den Spreepark ein Ensemble aus fünf Betonbrücken entworfen, die die ehemalige inzwischen brachliegende Kanalfahrt am Riesenrad in einer kreisförmigen Anordnung überspannen. Alle Brücken gehen von einer gemeinsamen Grundform aus und unterscheiden sich dennoch deutlich voneinander. 

Bridges Spreepark versteht die „Brücke“ zugleich buchstäblich und metaphorisch: Als Architektur überspannen die Brücken Gelände oder schaffen konkrete Übergänge. Als Skulpturen stehen sie für Annäherung und Verbindung, für Kommunikation und Kontemplation oder kommentieren soziale und politische Verhältnisse. Sie verbinden, ändern ihre Richtung oder verändern den Blick: Während A Point of View zu einer Aussichtplattform wird, führt U-Turn die Besuchenden wieder zum Ausgangspunkt zurück. Dive Up taucht metaphorisch ins nicht mehr vorhandene Wasser und wieder auf, The Fountain spielt mit der Bedeutung des Brunnens als Zeichen von Macht und bei The Kiss trennt die beiden Brückenteile ein sechs Zentimeter breiter Spalt.

Argote lädt mit seinem Werk dazu ein, unmittelbare Körpererfahrung emotional aufzuladen. Brücken können verbinden oder trennen, Grenzen markieren, ins Leere führen oder Abgründe überspannen. Diese Bedeutungsebenen werden erst durch die Besuchenden aktiviert, deren körperliche Erfahrung die konkrete Nutzung mit der metaphorischen Dimension verknüpft. 
 

Bridges Spreepark von Iván Argote ist eines von fünf Kunstwerken für den Spreepark, die 2020 aus einem kuratorischen Werkstattverfahren, kuratiert von Katja Aßmann, Ellen Blumenstein und Nina Sperling, hervorgegangen sind und von international renommierten Künstler*innen ortsspezifisch im Spreepark umgesetzt werden.