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Ausstellungen

PROGRAMM 2024

23. März – 19. Mai 2024

PARK EINSICHTEN

Vier Positionen aus der künstlerischen Forschung

Mit Marcus Maeder, Sabine Scho, Sissel Tolaas und Annett Zinsmeister

Wie riechen die unberührten Gewässer und Schlammschichten des Spreeparks? Wie klingt das Gelände tief in der Nacht? Wo kreuzen sich die Wege der Menschen, der Pflanzen und der Tiere und welche Spuren hat die Geschichte hinterlassen? In den vergangenen Jahren haben Residenzkünstler*innen den Park als Forschungsfeld und Labor genutzt. Mit Park Einsichten, derersten Ausstellung des Spreepark Art Space im neu sanierten Eierhäuschen, gewähren der Künstler, Forscher und Komponist Marcus Maeder, die fotografierende Autorin Sabine Scho, die Geruchsforscherin und Künstlerin Sissel Tolaas und die Künstlerin und Architektin Annett Zinsmeister multisensorische Einblicke in ihre Recherchen und damit in die verborgenen Strukturen des Parks.

8. Juni – 4. August 2024

Eine Frage des Materials

Über städtische Ruinen und natürliche Ressourcen

Mit Lara Almarcegui, Stefan Shankland, Robert Smithson, in Zusammenarbeit mit Anna Saint-Pierre und raumlaborberlin

Welche Bedeutungen Gestein, Sand und Schutt tragen, damit befasst sich die Ausstellung Eine Frage des Materials. Sieversammelt drei künstlerische Positionen, die sich vorgefundenen Stoffen und Substanzen der natürlichen und gebauten Umwelt widmen. Während der Land-Art-Pionier Robert Smithson im Jahr 1970 eine gigantische Spirale aus Basaltfelsen baute und sie filmisch dokumentierte, liegt Lara Almarceguis Augenmerk auf der Sichtbarmachung von Rohstoffen und verbauten Materialien. Stefan Shankland hat das natürliche und anthropogene mineralische Erbe des Spreeparks dokumentiert und jene Materialien gesammelt, die beim Abriss ehemaliger Parkgebäude angefallen sind. Indem er dem sogenannten Abfall einen neuen Zweck und Wert zuschreibt, verwandelt Shankland diese Stoffe in Kunst. Seine charakteristische künstlerische Praxis im Umgang mit dem Material des Spreeparks können Besucher*innen direkt vor Ort live beobachten: Im Open-Air Atelier RE.USE.UM (mit raumlaborberlin) finden Bauworkshops oder Künstler*innengespräche statt. Für die Ausstellung im Eierhäuschen entwickelt Shankland zwei neue Werke, u.a. in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin und Designerin Anna Saint-Pierre.

25. August – 20. Oktober 2024

The Gray Voice Ensemble
A Wonderful World

Präsentiert von Kinderhook & Caracas 

A Wonderful World beschwört das Nachleben eines ausrangierten Fahrgeschäftes in einem Vergnügungspark herauf und führt die Besucher*innen durch Szenen und Soundtracks, die von Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bevölkert werden. The Gray Voice Ensemble wurde von Kinderhook & Caracas – einem Berliner Projektraum, betrieben von den Künstler*innen Sol Calero und Christopher Kline – eingeladen, gemeinsam eine Installation und Performance zu entwickeln, die verschiedene Relikte des Spreeparks einbezieht und die Magie von Ruinen und ausgedienten Objekten aufnimmt. Das interdisziplinäre Ensemble arbeitet unter der Leitung der Komponistin Elisabeth Wood und nutzt generationsübergreifende Dialoge und kollektive Autorenschaft, um ein ortsspezifisches Musikstück zu schaffen, das sowohl live als auch als immersive Installation mit audiovisuellen Elementen erlebt werden kann.

9. November 2024 – 5. Januar 2025

Vergangenes Vergnügen

Ausstellung · Oral History · Interventionen

In Zusammenarbeit mit Constructlab (Alexander Römer und Peter Zuiderwijk), Christian Hiller, Anne Waak u.a.

Die Ausstellung Vergangenes Vergnügen widmet sich dem Park als einem Ort, an dem sich Generationen von Besucher*innen amüsierten. Durch Objekte, Fotografien und Zeitdokumente macht sie die Geschichte des Kulturparks Plänterwald zu DDR-Zeiten und des Spreeparks Berlin bis kurz nach der Jahrtausendwende (wieder-)erlebbar - immer auch mit Blick auf die Kehrseiten und die Frage: Vergnügen von wem, für wen? In einer künstlerischen Ausstellungsarchitektur, die das Kulissenhafte eines Freizeitparks zum Gestaltungsprinzip erklärt, leben die Geschichte(n) des Parks wieder auf. Die Erinnerungen und Berichte ehemaliger Besucher*innen oder Beschäftigter des Spreeparks verweben sich in Audioinstallationen auf erzählerische Weise mit historischen Dokumenten und Fundstücken aus dem Spreepark. Die Intervention Spree Space Act von Constructlab (Alexander Römer und Peter Zuiderwijk) erweitert die Ausstellung in den Außenraum.