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Gabriele Stötzer, Foto: Ralf Gerlach
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Gabriele Stötzer

Gabriele Stötzer, 1953 in Emleben bei Gotha geboren, studierte Deutsch und Kunsterziehung in Erfurt, wurde 1976 politisch exmatrikuliert und 1977 wegen Protesten gegen Wolf Biermanns Ausbürgerung ein Jahr inhaftiert. Danach ging sie in den künstlerischen Untergrund. Sie veröffentlichte in der männlich geprägten Ostberliner Prenzlauer Bergszene Texte und gehörte zum Super-8-Film Untergrund. In Erfurt leitete sie die private Galerie im Flur und initiierte Pleinairs, die von der Stasi liquidiert wurden. 

Sie war Mitbegründerin der Künstlerinnengruppe Erfurt, die Mode-Objektshows und Performances inszenierte. Kernmitglieder der Gruppe, die auch als Exterra XX agierte, waren Angelika Hummel, Bettina Neumann, Claudia-Morca Bogenhardt, Elke Carl, Gabriele Göbel, Gabriele Stötzer, Harriet Wollert, Ina Heyner, Ingrid Plöttner, Margarete Ehrhard (Birgit Quehl), Marlies Schmidt, Monika Andres, Monique Förster, Tely Büchner und Verena Kyselka.

In ihrem gesamten Werk thematisiert Stötzer stets feministische und gesellschaftspolitische Fragen und reflektiert persönliche Erfahrungen aus ihrer DDR-Zeit. Seit 2009 wird Gabriele Stötzer international ausgestellt. 2013 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und 2024 mit dem Bremer Paulipreis. 2026 widmet der Gropius Bau ihr eine Einzelausstellung. 

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