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RESIDENZPROGRAMM FÜR BERLINER KÜNSTLER*INNEN-DUOS

Die Spreepark Art Space regionale Forschungsresidenz in Kooperation mit der Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule bietet Künstler*innen-Duos aus Berlin und Brandenburg Gelegenheit, sich intensiv mit dem Spreepark auseinanderzusetzen und dabei eine kreative Zusammenarbeit mit Schüler*innen zu gestalten. Im Fokus steht nicht nur die Kollaboration mit den Jugendlichen, die Betrachtung des Spreeparks als historischen Ort, sondern auch als lebendigen Raum der Transformation, Natur, Kultur, Kunst und Geschichte. Zentral sind dabei folgende Fragestellungen: In welcher Weise ermöglicht die Kunst die Interpretation und Verknüpfung von Natur, Kultur und Geschichte des Spreeparks? Inwiefern tragen künstlerische Prozesse und Methoden zur Erforschung und Erschließung eines Ortes wie des Spreeparks bei, sowohl im Dialog als auch in Abgrenzung zu anderen Disziplinen? Gemeinsam möchten wir erforschen, wie der Spreepark Art Space (und der künftige Spreepark) ein Ort werden kann, der für Jugendliche sowie Künstler*innen und Forschende, die in Berlin ansässig sind, interessant und gastlich ist.

Die bevorstehende Eröffnung des Spreeparks im Jahr 2026 und die laufenden Bauarbeiten haben bereits jetzt einen spürbaren Einfluss auf seine Umgebung. Diese dynamische Bausituation eröffnet ein spannendes Forschungsfeld für die Forschungsresidenz als Ort des Wandels. Jeder Aspekt der Transformation, von den Klängen der Baumaschinen bis hin zu Veränderungen der Artenvielfalt im Park, ist ein lebendiges Element, das es zu erkunden und festzuhalten gilt. Die Residenz ermöglicht, den Übergang von der Vergangenheit zur Zukunft in Zusammenarbeit mit den Schüler*innen durch verschiedene künstlerische Methoden zu erforschen.

Die Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule, eine Ganztagsschule für Schüler*innen der 1. bis 13. Klasse, liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Spreepark entfernt. Seit einigen Jahren besteht zwischen dem Spreepark Art Space und der Schule ein regelmäßiger Austausch, bei dem bereits mit Klassen Kurzausflüge, Tagesexkursionen oder Projektwochen im Spreepark durchgeführt wurden. Mit unserer Forschungsresidenz möchten wir diese Zusammenarbeit weiter vertiefen und dauerhaft ausbauen, um den Bedürfnissen von Lehrkräften und Schüler*innen gerecht zu werden. Namensgeberin der Schule ist Sophie Brahe, selbst eine interdisziplinäre Forscherin des 17. Jahrhunderts der Astronomie, Chemie und Medizin – ein Vorbild für künstlerische Forschung im Spreepark.

  • Künstler*innen-Duos: Interdisziplinäre Duos sind willkommen, wobei mindestens eine Person aktiv in der bildenden Kunst tätig sein muss. Es ist nicht erforderlich, dass das Duo zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits als Duo zusammengearbeitet hat, Neugründungen sind möglich.

  • Es werden ausschließlich Bewerbungen von Duos berücksichtigt.

  • Wohnsitz in Berlin oder Brandenburg, eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Schüler*innen  sowie regelmäßige Vor-Ort-Termine müssen gewährleistet sein.

  • Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache  sind Voraussetzung für die Zusammenarbeit, da der Austausch mit den Schüler*innen und der Schule ausschließlich auf Deutsch stattfindet.

  • Künstlerische Forschung als kreativer Ansatz, um den Spreepark durch verschiedene künstlerische Methoden und Prozesse zu erkunden.

  • Interdisziplinäres Arbeiten als Teil der künstlerischen Praxis.

  • Erfahrung in der Vermittlung, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Schüler*innen. 

  • Bereitschaft, sich auf das System Schule und die Lebenswelten der Schüler*innen einzulassen, Interesse an der Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Motivation, dies in die eigene künstlerische Praxis einzubeziehen. 

  • Interesse am Spreepark als ein Ort der Transformation, der Natur, Kultur, Kunst und Geschichte.  

  • Diversitätskompetenz und diskriminierungskritische Haltung, besondere Sensibilität für Adultismus. 

  • Dauer der Forschungsresidenz und Schulkooperation: zwei Schuljahre (Anfang Schuljahr 2024/25 bis Ende Schuljahr 2025/26).

  • Honorar pro Person: 600,- € monatlich.

  • Produktionsbudget für Duo: 2.000,- € pro Schuljahr.

  • Materialbudget für Duo (für die künstlerisch-praktische Zusammenarbeit mit den Schüler*innen): 1.000,- €  pro Schuljahr.

  • Arbeitsräume: Spreepark, Workshopraum Famingos (beides abhängig von der Baustellensituation), Tanzsaal im Eierhäuschen, Arbeitsräumen an der Schule sowie umgebender Plänterwald.

  • Alle Arbeitsorte stehen nur temporär zur Verfügung, es gibt keinen festen, dauerhaften Arbeitsort.

  • Prozessbegleitung in der Zusammenarbeit mit dem Spreepark Art Space und der Schule zur Berücksichtigung möglichst aller Interessen und Bedürfnisse.

  • Möglichkeit, sich für das Forschungsprojekt mit Expert*innen zu vernetzen.

  • Möglichkeit der Präsentation der künstlerischen und Forschungsergebnisse der Residenz.

  • Kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Schüler*innen und Schule sowie regelmäßige Workshops und andere Formate mit den Schüler*innen vor Ort (mindestens zwei Termine im Monat während der Schulzeit, Termine werden am Anfang des Schuljahrs festgelegt).

  • Zwischenpräsentation der Forschungsergebnisse nach der Hälfte der Residenzzeit für den Spreepark Art Space und die Schule.

  • Entwicklung und Koordination eines künstlerischen Angebots für die Lehrenden der Schule einmal jährlich zur Anregung in ihrem eigenen Unterricht. Ausgehend von künstlerischen Positionen, Materialien und Texten werden Gespräche und Anwendungen für den eigenen Unterricht angeregt.  In diesem Zusammenhang sind Gespräche und Unterrichtsanwendungen auf der Grundlage von beispielsweise künstlerischen Positionen, Materialien und Texten erwünscht.

  • Vierteljährliche Austauschtreffen mit dem Spreepark Art Space, der externen Prozessbegleitung und der Schule.

Die finale Entscheidung über die erfolgreiche Bewerbung trifft auf Basis der Auswahlkriterien ein Auswahlkuratorium. Das Kuratorium entscheidet durch Abstimmung darüber, welche Bewerber*innen nominiert werden. Im Anschluss findet ein Auswahlgespräch mit dem Team des Spreepark Art Space statt. Basierend auf diesem Gespräch erfolgt dann die endgültige Auswahl und Zusage.

  • Projektvorhaben: Relevanz, Originalität und Kohärenz des vorgeschlagenen Projekts mit den Zielen und Schwerpunkten der Residenz.

  • Erfahrung und Fähigkeiten: Erfahrung, Fähigkeiten und Potenzial der Bewerber*innen, insbesondere im Hinblick auf interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Arbeit mit Schulen und Jugendlichen.

  • Interdisziplinarität: Bereitschaft, verschiedene Disziplinen und Herangehensweisen in die künstlerische Praxis zu integrieren und zu verbinden.

  • Ortspezifikum in Bezug auf den Spreepark und seine Umgebung.

  • Durchführbarkeit: Bewertung der praktischen Umsetzbarkeit und Realisierbarkeit des vorgeschlagenen Projekts innerhalb der Residenzzeit.

  • Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein: Bewusstsein und Engagement der Bewerber*innen für nachhaltige Praktiken und Ansätze in ihrer künstlerischen Arbeit und im Umgang mit Ressourcen.

OPEN CALL Forschungsresidenz Regional

Open Call - pdf

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Haben wir eure Neugier geweckt? Sprecht uns an! Wir bieten drei offene Online-Sprechstunden zum Residenzprogramm und Bewerbungsprozess für alle Interessierten an.

 

Zur Anmeldung:

11. Juni, 15:00 - 16:30 

14. Juni, 10:00 - 11:30 

19. Juni, 10:00 - 11:30

ZUM BEWERBUNGSPORTAL

Einsendeschluss: Freitag, 21. Juni 2024 bis 24:00

Foto: Frank Sperling
Foto: Frank Sperling
Foto: Frank Sperling
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